Schlechte Strategie zeigt sich in mehreren Ausprägungen. Manche Unternehmen haben keine – sie handeln nach Gewohnheit und nennen es Erfahrung. Andere haben eine, die niemand kennt; sie liegt in einer Präsentation von vorletztem Jahr. Wieder andere haben eine, die alle kennen, die aber so allgemein bleibt, dass sich jede Investition mit ihr begründen lässt. Und manche haben eine gute Strategie, die schlicht überholt ist, ohne dass es jemand ausgesprochen hätte.
Das gemeinsame Symptom ist selten Untätigkeit. Es ist Beliebigkeit: Jedes Vorhaben lässt sich rechtfertigen, keines lässt sich gegen ein anderes priorisieren. Genau dann wird Aktivität mit Fortschritt verwechselt.
KI verschärft das, und deshalb gehört sie in die Strategiearbeit – als einer von mehreren Faktoren, die künftig darüber entscheiden, wie Unternehmen arbeiten und womit sie Geld verdienen. Wir entwickeln aber keine KI-Strategie. Wir sind keine KI-Beratung, und ein zweites Strategiedokument neben dem ersten löst kein Problem. Was KI für Geschäftsmodell, Organisation und Führung bedeutet, ordnen wir in der Unternehmensstrategie ein – dort, wo es hingehört.